Aerostrad will Flughäfen mit tragbaren Energiesystemen dekarbonisieren

Aerostrad

Das Start-up Aerostrad, mit Sitz auf dem Campus Energypolis in Sitten, nimmt sich eines Problems an, das der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbekannt ist: dem Energieverbrauch von Flugzeugen am Boden. Gegründet wurde das Unternehmen von Elie Maalouli, einem kanadisch-libanesischen Ingenieur mit 15 Jahren Erfahrung im Bereich Elektromobilität. Aerostrad entwickelt tragbare, autonome Energielösungen für Flughäfen. Mit der im Jahr 2025 erhaltenen Unterstützung der Stiftung The Ark plant das junge Unternehmen, seinen ersten Proof of Concept zu realisieren.

«Vor dem Start oder nach der Landung ist das Flugzeug eingeschaltet», erklärt Elie Maalouli. Die dafür notwendige Energie stammt in der Regel aus der Verbrennung von Kerosin oder Diesel. Die Zahlen sind beeindruckend: «Eine halbe Stunde Stand-by eines Flugzeugs entspricht einer Fahrt von Genf nach Mailand. Dabei geht viel Energie verloren und entstehen grosse Mengen CO₂, ohne dass sich das Flugzeug überhaupt bewegt.» Um genau dieses energetische Verschwendungsproblem zu lösen, hat Aerostrad seine Technologie entwickelt.

Eine mobile Energielösung für Flughäfen

 

Die Antwort von Aerostrad ist eine tragbare, autonome Energielösung, die sich dorthin bewegt, wo Energie am Flughafen benötigt wird. Dieser Ansatz ermöglicht es, Flugzeuge am Boden zu versorgen, ohne auf herkömmliche Dieselgeneratoren zurückzugreifen.
Technisch setzt das Start-up auf bewährte Technologie. «Derzeit nutzen wir Lithium, weil diese Technologie bereits etabliert ist, die Produktionskosten niedrig sind und sie in die bestehende Flughafeninfrastruktur passt», erläutert der Gründer. Dadurch muss keine neue Infrastruktur aufgebaut werden.

Was Aerostrad in seiner Entwicklung auszeichnet, ist der frühe kommerzielle Ansatz. «Wir haben Beziehungen zu Flughäfen aufgebaut und potenzielle Kunden gefunden, um ihre Bedürfnisse zu verstehen und unser Produkt entsprechend anzupassen», erklärt Elie Maalouli. Das Start-up richtet sich an zwei Kundengruppen: Flughäfen und Bodenabfertigungsunternehmen.

Ein Proof of Concept im Jahr 2026

 

Das Jahr 2025 war für Aerostrad ein erster Meilenstein mit dem Eintritt in die Vorinkubation bei der Stiftung The Ark. Für 2026 ist die Entwicklung eines «Proof of Concept» geplant. Elie Maalouli hofft, dass dieser in Sitten umgesetzt werden kann.
Diese schrittweise Umsetzungsstrategie soll Aerostrad ermöglichen, seine Technologie unter realen Bedingungen zu validieren, bevor grössere Flughäfen in Angriff genommen werden. Eine mutige Vision für dieses Walliser Start-up, das dazu beitragen will, den Flughafenbetrieb zu dekarbonisieren.

Weitere Informationen: Aerostrad

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c/o Fondation The Ark
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Suisse

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