Vom Wallis bis zur Auvergne-Rhône-Alpes: drei Tage auf Entdeckungsreise zu Innovationen im Energiebereich in Frankreich

Learning expedition

Mitte Mai nahmen rund zehn Akteure aus dem Walliser Energiesektor an einer Learning Expedition in Grenoble und Lyon teil. Diese von EnovArk und Tenerrdis organisierte Initiative hatte zum Ziel, bewährte Praktiken und Technologien aus Frankreich vorzustellen und dauerhafte Beziehungen zwischen den Akteuren der Delegation zu knüpfen.

Grenoble: Von lokalen Lösungen für den Eigenverbrauch bis hin zu grossen Fortschritten in der Forschung

 

Die erste Etappe fand in Grenoble statt, wo die Delegation von Tenerrdis empfangen wurde. Dieses Wettbewerbscluster vereint eine Vielzahl von Akteuren rund um die Energiewende, um die Entstehung innovativer Projekte, nachhaltiges Wachstum und die Schaffung dauerhafter Arbeitsplätze in der Region Auvergne-Rhône-Alpes zu fördern.

Anschließend stellten mehrere lokale Unternehmen ihre Lösungen vor. Unter ihnen präsentierte Enogrid, Spezialist für kollektiven Eigenverbrauch, seine Dienstleistungen, um lokalen, nachhaltigen und erschwinglicheren Strom für alle Zielgruppen zugänglich zu machen. Sein Angebot basiert auf vier Säulen: Schulungen (regulatorische und rechtliche Aspekte sowie Mobilisierung der Interessengruppen), Projektstudien (mit personalisierten Simulationen dank ihres Tools EnoLab), Unterstützung bei der Einrichtung der Personne Morale Organisatrice (PMO) und Überwachung der Vorgänge mithilfe ihrer Plattform EnoPower, die die Verwaltung und Analyse der Energieflüsse automatisiert.

GEG (Gaz Électricité de Grenoble), der historische Versorger der Region, hat seine beiden strategischen Schwerpunkte dargelegt: die Modernisierung seiner Strom- und Gasnetze mit dem Ziel der CO2-Neutralität sowie Innovationen im Dienste des Energiesystems von morgen. Das Unternehmen, das Wert darauf legt, nah an seinen Kunden zu bleiben und seine lokale Präsenz aufrechtzuerhalten, investiert insbesondere in Batteriespeicher, entwickelt neue Angebote, die seine Kunden dazu anregen, Energie zu den günstigsten Zeiten zu verbrauchen, und entwickelt Lösungen für nachhaltige Mobilität, insbesondere durch die Installation von Elektro-Ladestationen.

Roseau Technologies stellte eine Planungssoftware vor, mit der der Zustand des Stromnetzes simuliert werden kann, um dessen Entwicklung zu planen und Investitionen zu optimieren. Damit lässt sich insbesondere schnell die Machbarkeit neuer Anschlüsse überprüfen und die erforderlichen Erweiterungen modellieren. Die Software basiert auf der Erstellung eines digitalen Zwillings, der Netz- und Kundendaten integriert. Das Unternehmen arbeitet bereits an mehreren Projekten in der Schweiz mit.

Am Nachmittag konnten die Teilnehmer zwei symbolträchtige Forschungsstätten besuchen. Die erste, das G2ELab, ist ein renommiertes Forschungszentrum im Bereich Elektrotechnik, das sich mit Energienetzen und innovativen Verfahren befasst. Es arbeitet sowohl an Materialien als auch an Systemen, von der Stromerzeugung bis zur Stromnutzung.

Der zweite besuchte Standort war das CEA Liten, ein Institut, das sich mit Technologien für die Energiewende befasst. Dort konnte die Delegation Arbeiten an neuen Batteriegenerationen entdecken, insbesondere an „Festkörperbatterien”, Technologien, die die Energiespeicherung in den kommenden Jahren revolutionieren könnten.

Lyon: Ein Innovationszentrum zur Beschleunigung der Energiewende

 

Der zweite Tag fand in Lyon statt, wo wir von Enedis, dem Betreiber des größten Stromverteilungsnetzes Europas, empfangen wurden. Enedis ist auch Initiator des Institut Smart Grids, einem Beschleuniger für Energieprojekte, der gemeinsam mit dem Stromübertragungsnetzbetreiber RTE gegründet wurde. Dieses Institut unterstützt Kommunen, Unternehmen, Projektträger, Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen in Frankreich und im Ausland in drei Bereichen: Entwicklung, Ausbildung und Innovation. Das Unternehmen teilte seine ehrgeizige Vision: die Photovoltaikproduktion bis 2035 in Frankreich zu versechsfachen und die Zahl der Elektrofahrzeuge zu verzehnfachen.

Die Walliser Delegation konnte Marny Energy kennenlernen, ein Unternehmen, das gebrauchte Batterien aus Elektrofahrzeugen in modulare Speicherlösungen umwandelt und so zu einer vielversprechenden Kreislaufwirtschaft beiträgt. Sie traf auch das Unternehmen Ikattan, das Ikadips entwickelt, eine SaaS-Software, die Simulations- und Berechnungsmodule umfasst, die die Dimensionierung, Planung und den Betrieb von intelligenten Stromnetzen vereinfachen sollen (Smartgrids). Dieses Tool erleichtert die Integration erneuerbarer Energien in bestehende Netze.

Am Nachmittag bot der Besuch der Umspannstation Saint-Amour einen konkreten Einblick in das intelligente Netzmanagement.

Der letzte Tag war der Messe Mix.e gewidmet, einem unverzichtbaren Treffpunkt für Technologien im Bereich Energiemix und Dekarbonisierung. Die Teilnehmer konnten sich mit einer Vielzahl innovativer Akteure (Advizeo, Solstyce, Sween, Yélé Consulting, Zero Carbon Emission usw.) austauschen und mehrere Konferenzen besuchen. Eine großartige Gelegenheit, um die Beziehungen zwischen den Akteuren aus der Schweiz und Frankreich zu stärken und neue Perspektiven für die Zusammenarbeit im Bereich der Energiewende zu eröffnen.

Lyon

Auf den Walliser Kontext übertragbare Lösungen

 

Dieser Einblick ermöglichte es der Walliser Delegation, innovative Technologien und Geschäftsmodelle zu entdecken und mehrere Anwendungsmöglichkeiten zu identifizieren. Über die Technologien hinaus inspirierten auch die Modelle der Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Akteuren die Teilnehmer.

Contact

EnovArk
c/o Fondation The Ark
Rue de l’Industrie 23

1950 Sion
Suisse

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